03.04.2017

Altenpflegeschüler gestalten Pflegeheim

Im Rahmen ihres Unterrichts verwandelten die angehenden Altenpfleger der ecolea Stralsund die Flure und Aufenthaltsräume des Altenhilfezentrums „Emmaus“ in Negast in einen Urlaubsort an der Ostsee.

Altenpflege ist ein anspruchsvolles und sehr vielseitiges Berufsfeld. Die Pflegekräfte kümmern sich um den ganzen Menschen, um Körper, Geist und Seele. Sie pflegen und betreuen ältere und pflegebedürftige Menschen und unterstützen diese z.B. beim An- und Auskleiden, bei der Körperpflege, bei der Zubereitung von Essen, bei der Nahrungsaufnahme, beim Anlegen von Verbänden und beim Verabreichen von Medikamenten.

Zu den Aufgaben von Altenpflegerinnen und Altenpflegern gehört es aber auch, die noch vorhandenen Fähigkeiten der betreuten Menschen zu fördern und sie zu ermutigen, möglichst aktiv am Leben teilzunehmen. Aus diesem Grund spielen oder basteln die Pflegekräfte mit den älteren Menschen, trainieren deren Beweglichkeit, deren Wahrnehmung und deren Gedächtnis, machen Musik und organisieren kleine Ausflüge. Die Fähigkeiten, die zum Beispiel für das handwerkliche Arbeiten notwendig sind, erwerben die Altenpflegeschülerinnen und Altenpflegeschüler in der Ausbildung im Fach Werken und Gestalten.

Auch die Schülerinnen und Schüler des 3. Ausbildungsjahres der Altenpflegeausbildung haben sich im Rahmen ihres Unterrichts mit dem Thema Gestaltung befasst und konnten das neu gewonnene Wissen auch gleich praktisch anwenden. Mitte März haben sie die Flure und Aufenthaltsräume des Altenhilfezentrums „Emmaus“ in Negast gestaltet.

Passend zur typisch norddeutschen Umgebung des kleinen Ortes Negast haben die junge Frauen und Männer Decken und Wände mit maritimen Motiven und Materialien verschönert und damit Strand und Meer für die Heimbewohner ins Haus geholt. Rettungsring, Fischernetz, Kescher und Gummistiefel wechseln sich ab mit Fischen, Möwen, Booten und Strand. In der neuen Urlaubsatmosphäre werden sich die älteren Menschen sicher an schöne Ferientage erinnert fühlen. Die Gestaltung der Räume steigert somit nicht nur das Wohlbefinden der Bewohner, sondern ist auch ein Mittel gegen das Vergessen bei Demenz-Kranken. Gleichzeitig helfen die dekorativen Elemente zur besseren Orientierung.

Für die Schülerinnen und Schüler der Altenpflegeausbildung steht fest, dass sich ihr Engagement gelohnt hat. Und eine Menge Spaß hatten die Frauen und Männer der AP14 natürlich sowieso.

SR | SCG | 030417