11.09.2017

Holprige Rollstuhlrallye durch Stralsunder Altstadt

Am 4. September startete in der Hansestadt Stralsund die Aktionswoche „Stralsund barrierefrei“. Die Auftaktveranstaltung am Montag war eine Rollstuhlrallye durch die Stralsunder Altstadt. Mit dabei: die angehenden Kranken- und Altenpflegehelfer der ecolea Stralsund.

Etwa 1,5 Millionen Menschen sind in Deutschland auf einen Rollstuhl angewiesen. Ihnen kommen die Bemühungen um Barrierefreiheit im öffentlichen Raum besonders zugute. Ziel der Stadtplaner ist es Lebensräume so zu gestalten, dass sowohl Menschen mit und ohne Behinderungen berücksichtigt werden.

In der zum großen Teil denkmalgeschützten Stralsunder Altstadt lässt sich dieses Ziel allerdings deutlich schwerer umsetzen als in anderen Städten. Schließlich zählt die Hansestadt auch wegen des nahezu unverändert bewahrten mittelalterlichen Stadtgrundrisses zum UNESCO-Welterbe. Ob hohe Bordsteinkanten oder Kopfsteinpflaster - in der Stralsunder Altstadt haben Menschen mit Mobilitätseinschränkungen mit vielen Hindernissen zu kämpfen. Das erlebten auch die Schülerinnen und Schüler der Klasse KAPH17, die gemeinsam mit 40 anderen Teilnehmern mit und ohne Handicap den Selbstversuch wagten, mit dem Rollstuhl die Stralsunder Altstadt und das Hafengelände zu erkunden. Teil der holprigen Sternfahrt war auch die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel. Dabei erforderte besonders das Einsteigen in Linienbusse einiges an Geschick und Übung.

Zum ersten Mal hatte die Hansestadt Stralsund die Aktionswoche „Stralsund barrierefrei“ durchgeführt, um auf die Lebenssituation für Menschen mit Mobilitätseinschränkung aufmerksam zu machen und für ein erweitertes Verständnis von Barrierefreiheit zu sensibilisieren. Schließlich sind barrierefrei gestaltete Städte nicht nur für Menschen mit Behinderung wichtig. Von Barrierefreiheit profitieren alle: Eltern mit Kinderwagen, kleine Kinder, korpulente Menschen, gepäckbeschwerte Touristen und Senioren sind oft mit der Bewältigung des Alltags im öffentlichen Raum überfordert und – zumindest kurzfristig – auf eine gewisse Barrierefreiheit angewiesen.

Für die Schülerinnen und Schüler der ecolea war die Rollstuhlrallye eine wichtige Erfahrung. Als zukünftige Kranken- und Altenpflegehelfer müssen sie auf eine Tätigkeit mit behinderten und älteren Menschen gut vorbereitet sein. Denn nicht selten kommt es vor, dass Menschen, die in ihrer natürlichen Fortbewegung eingeschränkt sind, mit einem Rollstuhl versorgt werden, aber keine ausreichende Anleitung im Umgang mit dem neuen Gefährt erhalten.

Mehr Bilder von der Rollstuhlrallye gibt es in der Projektgalerie

SR | SCG | 110917





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