27.11.2017

Wie barrierefrei ist Warnemünde?

Ende November haben sich die angehenden Sozialassistenten mit einem besonderen Hilfsmittel auseinandergesetzt. Thomas Hildebrandt vom „Rollets – Reha-Netzwerk“ trainierte mit den Schülerinnen und Schülern den professionellen Umgang mit dem Rollstuhl.

Nicht nur Physiotherapeuten kommen während ihrer therapeutischen Tätigkeit früher oder später mit einem Rollstuhl in Kontakt. Auch Sozialassistenten müssen auf eine fachgerechte Handhabung solcher therapeutischen Hilfsmittel gut vorbereitet sein. Denn nicht selten kommt es vor, dass zum Beispiel ältere oder behinderte Menschen, die in ihrer natürlichen Fortbewegung eingeschränkt sind, mit einem Rollstuhl versorgt werden, aber keine ausreichende Anleitung im Umgang mit dem neuen Gefährt erhalten. Um für solche beruflichen Herausforderungen gewappnet zu sein, absolvierten die Sozialassistenten der Klasse SOA73 gemeinsam mit Thomas Hildebrandt vom "Rollets – Reha-Netzwerk" am 20. November ein Rollstuhltraining.

Michel Klein, Schüler in der Ausbildung zum Sozialassistenten, berichtet von dem lehrreichen Tag:

Nach einer kurzen theoretischen Einweisung in den Tag und in den Kurs gingen wir direkt selbst ans Werk. Wir lernten die grundlegenden Verhaltensformen und Griffe im Umgang mit dem Rollstuhl und erfuhren wie wir im Hinblick auf unsere eigene Gesundheit Rollstuhlfahrer richtig heben und tragen sollten und welche gesetzlichen Grundlagen es bei der Versorgung mit einem Rollstuhl als Hilfsmittel gibt. Bei diesem Einweisungskurs kamen viele von uns bereits an ihre physischen Grenzen. Trotz der Anstrengung hatten alle Spaß und die Zeit verging wie im Flug.

Hoch motiviert und mit Rollstühlen ausgestattet bewegten wir uns gegen Mittag in kleinen Gruppen in Richtung Ortszentrum von Warnemünde. Mit den Einschränkungen gehandicapter Menschen versuchten wir alltägliche Situationen zu meistern und merkten, dass schon sehr kleine Hindernisse für Rollstuhlfahrer zu unüberwindbaren Barrieren werden können.

Wir testeten Straßen, Parks, Einkaufsläden, Bäcker, Banken, Restaurants und Toiletten auf ihre Rollstuhltauglichkeit. Das Ergebnis war oft enttäuschend. Doch jede Herausforderung motivierte uns auf unserem Weg. Gelegentlich bekamen wir einen abwertenden Blick von Passanten, ab und zu aber auch ein Lächeln.

Am Ende des Schultages trafen wir uns alle an der ecolea wieder. Eine Auswertungsrunde und eine kräftige Diskussion über unsere Erlebnisse ließen nicht lange auf sich warten. Wir kamen zu dem Schluss, dass uns das eintägige Rollstuhltraining viele neue Erkenntnisse und wertvolle Erfahrungen brachte, aber leider auch Erkenntnis, dass Warnemünde längst nicht überall barrierefrei ist.

Wir danken den Unternehmen ROLLETS und ALBER!

Mehr Bilder vom Rollstuhltraining gibt es in der Projektgalerie

SR | SCG | 271117





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