13.04.2017

Wie fühlt man sich in einem Rollstuhl

In einem zweitägigen Seminar haben sich die angehenden Physiotherapeuten der ecolea Rostock Anfang April mit einem besonderen Hilfsmittel auseinandergesetzt. Thomas Hildenbrand vom „ROLLETS – Reha-Netzwerk“ trainierte mit den Schülerinnen und Schülern den professionellen Umgang mit dem Rollstuhl. Larissa Schnug, Schülerin der PT 15 berichtet von ihren Erlebnissen:

"Am 5. und 6.  April 2017, nahmen wir, die PT15, an einem Rollstuhlseminar teil. Dieses Seminar wurde von dem Chef der Firma „ROLLETS, Thomas Hildenbrand, geleitet. Er hat uns am Mittwoch erst einmal eine Einführung in das Thema gegeben und uns kurz die verschiedenen Rollstühle vorgestellt. Anschließend haben wir gelernt, wie man den Beeinträchtigten, die mit ihrem Rollstuhl gestürzt sind, am besten und individuell helfen kann oder Hilfe zur Selbsthilfe gibt.

Das Highlight des ersten Tages war, dass wir mit den Rollstühlen nach Warnemünde fahren durften und selber die Erfahrung machen konnten, wie es ist, beeinträchtigt und auf einen Rollstuhl angewiesen zu sein. Eingeteilt in Dreiergruppen bekamen wir verschiedene Aufgaben, wie z.B. Einkaufen gehen, Schuhe anprobieren, sich im Reisebüro eine Reise raussuchen lassen, mit der Fähre rüber zur Hohen Düne fahren und vieles mehr.

Rückwirkend betrachtet war es eine teils gute, teils unangenehme, aber definitiv prägende Erfahrung, in den Alltag eines Rollstuhlfahrers zu schlüpfen. Von den Passanten gemustert zu werden und auf so viel fremde Hilfe angewiesen zu sein, empfand ich als sehr unangenehm. Schön war es jedoch, auf einige hilfsbereite Menschen zu treffen und zukünftig die Perspektive des Rollstuhlfahrers etwas besser verstehen zu können.

Der zweite Tag des Rollstuhlseminars begann mit einem groben Überblick über die Gesamtsituation eines Rollstuhlfahrers bezüglich der Finanzen, Barrierefreiheit zuhause und Erkrankungen, die erst durch das ständige Sitzen im Rollstuhl entstehen. Wir hielten anschließend kurze Vorträge in Gruppen über vier verschiedene Rollstuhlarten (Standartrollstuhl, Multifunktionsrollstuhl, Aktivrollstuhl und Stehrollstuhl). Im Großen und Ganzen ging es in den Vorträgen darum, was ein Beeinträchtigter „erfüllen“ muss, um Anspruch auf einen besonders hochwertigen Rollstuhl zu haben, um die Kosten und um die Unterschiede zu einem Standartrollstuhl.

Ein besonders interessantes und wichtiges Thema, gerade für uns angehende Physiotherapeuten, war dann der Transfer in und aus dem Rollstuhl, mit und ohne Hilfsmittel.

Die Firma Speedy stellte uns daraufhin verschiedene Handbikes vor und wir hatten die Chance diese auszuprobieren. Neben den Handbikes wurden uns auch einige Zusatzantriebe, Schiebe-, Bremshilfen und Treppenhelfer für Rollstühle vorgestellt. Außerdem bekamen wir Anleitung diese richtig zu verwenden und ein Gefühl für die Nutzung dieser Geräte. Damit endete auch der zweite Tag des Rollstuhlseminars.

Ich bin froh, dass ich weitere Einblicke und nützliches Wissen zu diesem Thema erlangt habe, und bedanke mich bei Thomas Hildenbrand für dieses Rollstuhlseminar."

Mehr Bilder vom Rollstuhltraining gibt es in der Projektgalerie.





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