Was macht eigentlich...?

 




Birgit Petrik

Leiterin der Fachbereiche Altenpflege
und Kranken- und Altenpflegehilfe
Unterrichtsschwerpunkte: Anatomie und Physiologie

(Interview: März 2014)

Stellen Sie sich bitte kurz vor!

Birgit Petrik: Mein Name ist Birgit Petrik, ich bin die Leiterin der Fachbereiche Altenpflege und Kranken- und Altenpflegehilfe. Meine Unterrichtsschwerpunkte sind Anatomie und Physiologie.

Nach meiner Ausbildung zur Krankenschwester arbeitete ich in verschiedenen Fachbereichen, bis ich mich für das Studium der Medizinpflegepädagogik an der Humboldt-Universität in Berlin entschied. Danach habe ich zunächst in Berlin an der Krankenpflegeschule des St. Hedwig Krankenhauses unterrichtet. Seit meinem Umzug nach Stralsund 2001 bin ich nun an der ecolea | Private Berufliche Schule tätig.

Was verbirgt sich hinter den Ausbildungen zum Kranken- und Altenpflegehelfer bzw. zum Altenpfleger?

Birgit Petrik: Die Ausbildung in der Altenpflege ist durch das Altenpflegegesetz bundesweit einheitlich geregelt und dauert drei Jahre. Sie umfasst den theoretischen und fachpraktischen Unterricht sowie die praktische Ausbildung. Innerhalb der praktischen Ausbildung erfolgt der Einsatz sowohl im eigenen Ausbildungsbetrieb, z.B. im Pflegeheim oder einer ambulanten Pflegeeinrichtung, als auch im Krankenhaus, in der Gerontopsychiatrie oder in einer geriatrischen Rehabilitationseinrichtung.

Die Ausbildung in der Kranken- und Altenpflegehilfe ist kürzer und dauert nur 18 Monate. Sie umfasst einen theoretischen und fachpraktischen Teil von 800 Stunden sowie die praktische Ausbildung von 1400 Stunden. Die praktische Ausbildung findet im Krankenhaus, in der stationären Altenpflege und in ambulanten Pflegeeinrichtungen statt.

Wo liegt der Unterschied zwischen der Ausbildung zum Kranken- und Altenpflegehelfer und der Ausbildung zum Altenpfleger?

Birgit Petrik: Ein Kranken- und Altenpflegehelfer hilft und unterstützt den Altenpfleger bei allen Aufgaben und übernimmt Teile seiner Arbeit. Der Altenpfleger ist unter anderem für die medizinische Behandlungspflege, für die Pflegedokumentation und für die sozialpflegerische/psychiatrische Betreuung zuständig. 

Wo kann man nach der Ausbildung arbeiten?

Birgit Petrik: Nach der Ausbildung sind die Einsatzmöglichkeiten sehr breit gefächert. Unsere Absolventen werden überall dort eingesetzt, wo ihre Hilfe notwendig ist und Unterstützung gebraucht wird. Das kann in stationären, in teilstationären und ambulanten Einrichtungen oder aber auch in geriatrischen Kliniken geschehen.

Warum ist die Ausbildung zum Kranken- und Altenpflegehelfer bzw. Altenpfleger an der ecolea etwas Besonderen?

Birgit Petrik: Wir kooperieren mit namhaften Einrichtungen, wie z.B. der MemoClinic, einer Spezialeinrichtung für Demenzkranke. Zudem arbeiten wir sehr eng mit der Berliner Alzheimer Angehörigen-Initiative zusammen. Unsere Schülerinnen und Schüler betreuen dort Demenzkranke unterschiedlichen Schweregrads und erleichtern ihnen somit den Alltag.

Dann machen wir noch verschiedene Exkursionen, z.B. in das anatomische Institut Greifswald oder in Hospize, die dabei helfen, das im Unterricht erworbene Wissen zu vertiefen. Außerdem gibt es bei uns die Möglichkeit, schon während der Ausbildung Zusatzangebote, wie z.B. das Clinical Assessment, wahrzunehmen. Diese dienen zur Vertiefung und Spezialisierung des Erlernten.

Was reizt Sie persönlich an diesen Berufen?

Birgit Petrik: Die Pflege und Hilfe des Menschen, die Vielseitigkeit rund um den Beruf und die Möglichkeit, Zukunft gestalten zu können.

Welche Voraussetzungen sollte ein Bewerber mitbringen?

Birgit Petrik: Am wichtigsten ist das Interesse an den Pflegeberufen. Aber man muss natürlich auch persönlich geeignet sein, den richtigen Schulabschluss mitbringen und die gesundheitlichen Voraussetzungen erfüllen. Von Vorteil ist auch ein bereits absolviertes Praktikum in einer Pflegeeinrichtung.

Wer sich für die Ausbildung zum Altenpfleger interessiert, braucht außerdem einen Ausbildungsvertrag mit einer von ihm gewählten Pflegeeinrichtung.

Die ecolea ist ja eine Privatschule. Wie viel Schulgeld muss man genau bezahlen?

Birgit Petrik: Für die Ausbildung zum Altenpfleger ist ein monatliches Schulgeld von 95,00 € zu zahlen. Dazu kommen noch Kosten für die Anmeldung, Lernmittel und die Abschlussprüfung.

Ähnlich ist es bei der Ausbildung zum Kranken- und Altenpflegehelfer: Für diese Ausbildung ist ein monatliches Schulgeld von 125,00 € zu zahlen. Dazu kommen ebenfalls die Kosten für Anmeldung, Lernmittel und die Abschlussprüfung.

Verschiedene Tipps zur Finanzierung der Ausbildungen, z.B. durch BAföG, einen Bildungskredit, die Förderung durch die Bundesagentur für Arbeit oder aber auch Zusatzangebote der ecolea, wie den Early Bird-Rabatt, sind auf unserer Internetseite www.ecolea.de zu finden.

Gibt es etwas, das Sie Unentschlossenen mit auf den Weg geben möchten?

Birgit Petrik: Ich kann besonders ein Praktikum in einer Pflegeeinrichtung empfehlen. Genauso gerne laden wir aber auch alle Interessierten zur Hospitation in unseren Unterricht ein. Auch der Tag der offenen Tür bietet Unentschlossenen die Möglichkeit, sich eingehend beraten zu lassen und die Schulungsräume kennenzulernen.

Hat der Beruf Kranken- und Altenpflegehelfer bzw. Altenpfleger gute Zukunftsperspektiven?

Birgit Petrik: Unsere Absolventen haben sehr gute Zukunftschancen. Die Vermittlungsquote unserer Altenpfleger beträgt derzeit 100%.

Welche Unterlagen müssen mit in die Bewerbung?

Birgit Petrik: Wie bei jeder anderen Bewerbung gehören auch bei uns ein Anschreiben, der tabellarische Lebenslauf mit einem Bewerbungsfoto und eine Kopie des Abschlusszeugnisses in die Bewerbungsmappe. Persönliche Einschätzungen oder Nachweise von Lehrern oder Ausbildern helfen uns, den Bewerber besser kennenzulernen. Außerdem brauchen wir von jedem Bewerber ein ärztliches Attest, das seine gesundheitliche Eignung bescheinigt. Im besten Fall kann ein Bewerber auch schon absolvierte Praktika nachweisen.

Wo kann ich mich am besten über den Beruf des Kranken- und Altenpflegehelfers bzw. Altenpflegers informieren?

Birgit Petrik: Viele Infos bekommt ein Interessent schon auf unserer Internetseite oder über unsere Info-Flyer. Gerne stehen wir auch jedem Interessenten telefonisch und persönlich zur Seite, ein Anruf genügt: +49 (0) 3831 | 30 77 89.

Wir freuen uns, jeden Interessenten am Tag der offenen Tür beraten zu können. Die Termine zu den monatlich stattfindenden InfoTagen findet man auf unserer Internetseite unter www.ecolea.de oder auch bei facebook unter www.facebook.com/ecolea.bs.stralsund




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