21.07.2017

Ankommen und Aufbrechen

Während ihrer Kompaktwoche „Aufbrechen und Ankommen“ besuchten die Schülerinnen und Schüler des neunten Jahrgangs das „Deutsche Auswanderer Haus“ in Bremerhaven und gewannen dort einzigartige Erkenntnisse.

Sind wir nicht alle unterwegs? Ob als Schulabgänger mit Work&Travel, als Au Pair in den USA,  als Student in Groß Britannien, als Handwerker auf der Walz, als Rentner auf Mallorca, als Manager in China – fast jeder von uns ist irgendwann einmal für längere Zeit in Bewegung.

Migration ist kein Phänomen der Gegenwart, sondern zieht sich durch die gesamte Menschheitsgeschichte. Seien es die Hugenotten, die im 17. Jahrhundert nach Deutschland kamen, oder die Deutschen, die im 19. Jahrhundert in den USA eine neue Heimat suchten: Migration war schon immer zentraler Teil der Geschichte der Menschheit. Das lernten auch die Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen der ecolea Güstrow während ihrer Kompaktwoche „Aufbrechen und Ankommen“. Im Mittelpunkt stand hier die Frage, warum Menschen ihre Heimat verlassen, wo es sie hinzieht und ob sie das finden, was sie suchen. Dabei untersuchten die Neuntklässler nicht nur aktuelle Problematiken, sondern warfen auch einen Blick in die Vergangenheit.

Um einen möglichst lebendigen Eindruck der Erfahrungen von Migranten zu bekommen, brachen die jungen Frauen und Männer auch selbst an einen ihnen unbekannten Ort auf. Am 18. Juli machten sie sich auf den Weg nach Bremerhaven. Von dieser Stadt aus wanderten im 19. Jahrhundert Millionen Menschen nach Nord- und Südamerika und Australien aus. Ihre Geschichte wird eindrucksvoll im „Deutschen Auswanderer Haus“ dargestellt, welches die Schülerinnen und Schüler während ihres Ausflugs besuchten. Inmitten detailgetreuer Rekonstruktionen originaler Orte und Schauplätze tauchten die Güstrower Schüler in die Welt der Aus- und Einwanderung ein. Während ihres Rundgangs begleitete die Museumsgäste die Lebensgeschichte jeweils eines Aus- und eines Einwanderers. Auf diese Weise lernten sie die unterschiedlichen Gründe kennen, die Menschen dazu bewogen haben – und noch immer bewegen – ihre Heimat zu verlassen, um in der Ferne ein vermeintlich besseres Leben zu führen.

Zu den Reisezielen der Neuntklässler zählte außerdem das nicht weniger eindrucksvolle Klimahaus. Entlang des 8. Längengrads der Erde durchschritten sie die Klimazonen der Erde - von der Schweiz über die Tropen in die Antarktis bis Samoa - und erlebten am eigenen Körper, wie Menschen in anderen Klimazonen leben und wie der Klimawandel die verschiedenen Lebensräume bedroht.

Die einzigartige historische Zeitreise und die Tour durch die Klimazonen der Erde boten den Schülerinnen und Schülern nicht nur einen spannenden Perspektivwechsel. Sie trugen außerdem dazu bei, die interkulturellen Kompetenzen der jungen Besucher weiterzuentwickeln und ihre konstruktive Meinungsbildung zu den Themen Migration und Klimawandel zu fördern.

Ein paar Bilder von der Kompaktwoche gibt es in der Fotogalerie

SR | SCG | 210717





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