19.05.2017

Antigone – über 2000 Jahre alt und immer noch aktuell

Die Auseinandersetzung mit dem antiken Drama „Antigone“ des griechischen Dichters Sophokles führte die Schülerinnen und Schüler des elften Jahrgangs in die Premierenaufführung des Antigone-Projekts der Hochschule für Musik und Theater.

Foto: Marieke Chinow

Mehr als 2000 Jahre ist die Geschichte alt und immer noch aktuell: Nachdem sich die Brüder Eteokles und Polyneikes im Kampf um Theben töteten, lässt Kreon – ihr Onkel und neuer Herrscher – Eteokles angemessen bestatten, Polyneikes hingegen nicht. Ihre Schwester Antigone widersetzt sich diesem Gesetz, bestattet Polyneikes und wird von Kreon zum Tode verurteilt.

Die Antigone des Sophokles ist bis heute immer wieder literarisch aufgenommen und bearbeitet worden. Auch die Schülerinnen und Schüler des elften Jahrgangs der ecolea Güstrow, die sich während des Deutschunterrichts mit der antiken Tragödie beschäftigten, waren fasziniert von der Thematik – nicht zuletzt auf Grund ihrer Aktualität.

So beschlossen sie, die Premierenaufführung des Antigone-Projekts der Rostocker HMT- Hochschule für Musik und Theater Anfang Mai zu besuchen. Bei einer Führung durch die HMT am Nachmittag des 4. Mai gewannen sie zunächst interessante Einblicke in das Hochschulleben. Anschließend setzten sich die Elftklässler – angeleitet von den Studierenden der HMT - in einem theaterpädagogischen Workshop mit dem Thema „Bedeutungen von Entscheidungen im Leben“ auseinander. Sie erarbeiteten Rollenspiele und entwickelten Präsentationen.  Und so mancher ecoleaner entdeckte dabei den Spaß am (Theater)Spiel.

Am Abend waren die Gymnasiasten dann zu Gast in der Premierenaufführung des Antigione-Projekts im Rostocker Peter-Weiß-Haus. Das interdisziplinäre Projekt der Studierenden des 4. Semesters im Master Theaterpädagogik und der Studierenden der Abteilung Pop- und Weltmusik unter der Regie von Atif Hussein warf Fragen auf. Wer handelt richtig? Welche Gründe bewegen Antigone, welche Kreon?

Etwa eine Woche später konnten die ecoleaner ihre Fragen gemeinsam mit den Studierenden der HMT diskutieren. Die zukünftigen Theaterpädagogen waren eigens zur Nachbereitung der Theateraufführung in die ecolea Güstrow gekommen.

Gemeinsam stellten die Schülerinnen und Schüler fest, dass der in dem Stück dargestellte Konflikt zwischen privatem und öffentlichem Interesse und die Frage nach dem Verhältnis von Familie und Staat über die Jahrhunderte hinweg Beachtung fand und dass das Stück nie an Aktualität verlor.

Ein paar Bilder von dem Theaterworkshop gibt es in der Fotogalerie

Mehr Infos: HMT - Hochschule für Musik und Theater Rostock

SR | SCG | 190517





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