Brundibar

Auf der Bühne hinter dem Max-Samuel-Haus in Rostock probten im Mai dieses Jahres zeitweise mehr als 130 Akteure, um der Geschichte um die Geschwister Aninka und Pepicek ein Gesicht zu verleihen. Die meisten von ihnen waren Schüler und Studenten. In der Kinderoper Brundibár besetzten sie die Solistenrollen, den Chor und die 14 Instrumente des Orchesters. Die Inszenierung der Oper war ein Projekt des Max-Samuel-Hauses in Zusammenarbeit mit der ecolea Warnemünde und dem Käthe-Kollwitz-Gymnasium Rostock-Dierkow.


Unter der wissenschaftlich-künstlerischen Leitung der Musikwissenschaftlerin Anke Zimmermann und der musikalischen Leitung des Berliner Dirigenten Martin Braun war die Oper in drei weiteren Aufführungen des Max-Samuel-Hauses zu sehen und zu hören. Zusätzlich gab es in den Gymnasien ecolea und KKG je eine konzertante Aufführung. Für das Regiekonzept sowie das szenische und musikalische Einstudieren waren unter anderem Angelika Brekenfeld (KKG) und Mandy Bruhn (ecolea) verantwortlich.


"Brundibár" (Brummbär), die Kinderoper des jüdischen Komponisten Hans Krása enstand im Jahr 1938. Die Oper feierte am 23. September 1942 Premiere und wurde im Konzentrationslager Theresienstadt von den inhaftierten Kindern 55 Mal aufgeführt. Noch heute gilt sie für die KZ-Überlebenden als Symbol der Hoffnung. Krása wurde im Oktober 1944 in Auschwitz ermordet.

63 Jahre nach dem Ende des Krieges ist "Brundibár" Gegenstand einer pädagogischen und zugleich emotional-kreativen Auseinandersetzung mit dem Holocaust.

Besetzung durch ecolea-Schüler
Aninka: Nora Charlotte Koss
Pepicek: Dominique Mros
Spatz: Alexandra Reich
Eismann: Eric Gysau
Bäcker: Nail Yildirim

Open-Air-Premiere
Sonntag · 1. Juni 2008 · 15.00 Uhr
Garten, Max-Samuel-Haus

Open-Air-Aufführungen
Mittwoch · 04. Juni · 10.00 Uhr
Garten Max-Samuel-Haus
Freitag · 06. Juni · 18.00 Uhr
Garten Max-Samuel-Haus
Sonnabend · 07. Juni · 15.00 Uhr
Garten Max-Samuel-Haus

Konzertante Aufführung
03. Juni · 19.00 Uhr · ecolea | Internationale Schule Warnemünde

Mehr zum Thema
Projekt Brundibár
Pressemitteilung Kultusministerium




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