15.03.2017

Benvenuto! Herzlich willkommen in Italien!

Schon in jungen Jahren erste Auslandserfahrungen zu machen, ist absolut klasse! Neue Kontakte knüpfen, Fremdsprachen testen, in Gastfamilien leben und andere Kulturen kennen lernen - diese Erfahrungen durften auch 13 Schülerinnen und Schüler der siebenten und neunten Klassen der ecolea Schwerin machen. Im Rahmen einer ganz neuen Schulpartnerschaft mit der Schule „The Mills“ besuchten Sie Ende Februar die italienische Stadt Udine. Die Mädchen und Jungen der „electives“ berichten von ihrer Reise:

"Vom 19. - 26. Februar 2017 fand unser Schüleraustausch mit der Schule „The Mills“ in Udine (Italien) statt. Unsere Reise startete am 19. Februar um 12:30 Uhr am Hauptbahnhof Schwerin mit Herrn Frähmke und Frau Treisch. Von dort aus ging es dann zum Flughafen Hamburg, wo wir um 16:30 Uhr den Boden unter den Füßen verloren und abhoben.

Als wir am Sonntagabend ankamen, wurden wir von den italienischen Schülern und ihren Familien abgeholt und sofort in die Familien aufgenommen. Alle waren sehr freundlich und wir haben uns gut auf Englisch unterhalten können.

Die Schule ist anders als unsere. Die Klassenräume waren alle sehr farbenfroh und der Schulhof war kleiner als der an der ecolea Schwerin. Die Grundlautstärke der Italiener ist bekanntlich höher, sodass uns bereits nach kurzer Zeit die Ohren klingelten. Es gab viel zu essen in Italien. Die meisten Schüler und Lehrer haben sich viel Mühe gegeben und versucht, uns alles auf Englisch zu erklären. Einige Lehrer haben auch extra etwas für uns vorbereitet. Manchmal hatten wir etwas zu viel Unterricht und zu wenig Pausen dazwischen.

In Udine wurden wir vom Präsidenten der Region Friaul in einem wunderschönen Ratssaal mit Gemälden des Malers Tiepolo empfangen und über die Geschichte der Region informiert.

Bei einer Stadtbesichtigung lernten wir die sehenswertesten Gebäude und Plätze Udines kennen. Das Stadtschloss auf dem Berg, den wunderschönen Platz „Piazza della Libertá“ oder die „Piazza Mateotti“.

Wir unternahmen an zwei Tagen Ausflüge. So ging es an einem der Tage in die Lagunenstadt Venedig. Mit dem Vaporetto fuhren wir vom Hauptbahnhof zur Piazza San Marco. Da die Karnevalszeit gerade startete, erlebten wir viele schön kostümierte Menschen. Den Rückweg zum Hauptbahnhof absolvierten wir zu Fuß. Wir spazierten durch enge Gassen und überquerten kleine Plätze und viele Brücken, die über die zahlreichen Kanäle führten. Nebenbei kauften sich einige von uns auch die berühmten venizianischen Masken.

Der zweite Ausflug führte in die ehemalige friaulanische Kleinstadt Cividale del Friuli. Friaul heißt die Region in der sich Udine befindet. Hier wird noch der separate retroromanische Dialekt Friaulanisch gesprochen und gepflegt.

In Cividale besuchten wir das Rathaus. Dort durften wir auf den Stühlen der Ratsherren Platz nehmen und uns wie Politiker fühlen und auch das schöne Büro des Bürgermeisters besichtigen. Danach ging es in das Marionettenmuseum der Marionettenspielerin Maria Signorelli und in den Templotto Longobardo, eine alte und bedeutende langobardische Pfalzkapelle.

Wir erfuhren, dass in der Region Friaul in früherer Zeit die germanisch stämmigen Langobarden über Jahrhunderte die Entwicklung der Region prägten.

Während der Austauschwoche hatten wir die Gelegenheit, an verschiedenen Freizeitaktivitäten in den Familien teilzunehmen. Wir konnten Keramik bemalen, Ausflüge in die Umgebung unternehmen und beim Freizeitsport mitmachen. Am Samstag haben wir private Ausflüge mit den Familien gemacht. Einige Familien sind mit ihren Austauschschülern sogar nach Triest gefahren. Neben den Ausflügen haben viele Familien Gesellschaftsspiele gespielt und wir haben uns miteinander getroffen. Insgesamt haben wir uns alle sehr gut aufgehoben gefühlt.

Am 26. Februar ging es dann früh morgens zurück nach Schwerin. Wir verabschiedeten uns von den Gastfamilien und unseren Austauschschülern mit der Aussicht, sie im März bei uns in Schwerin wiederzutreffen. Um 18:35 Uhr hatten wir dann wieder heimischen Boden unter den Füßen und konnten unsere Familien am Bahnhof Schwerin in die Arme schließen. Wir haben viel Zeit mit unseren Gastfamilien verbringen können und uns so besser kennengelernt."

Die Schülerinnen und Schüler der „electives“

Mehr Bilder von der Reise nach Udine gibt es in der der Fotogalerie

Sprachen müssen in möglichst realen Lebenssituationen angewandt, interkultureller Austausch muss gelebt werden. Der enge Kontakt zu Partnerschulen im europäischen Ausland unterstützt das Sprachenlernen an der ecolea und ist fester Bestandteil des Schulprogramms. Studienfahrten, Sprachreisen und der regelmäßige Schüleraustausch mit Ländern wie England, Frankreich, den Niederlanden, Polen und Italien erweitern den Horizont unserer Schülerinnen und Schüler und das nicht nur in sprachlicher Hinsicht.





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