28.02.2017

Kompaktwochen für die Siebt- und Achtklässler

An der ecolea Schwerin fanden Ende Januar die Kompaktwochen zu den Themen „Sucht und Prävention“ und „Sexualität und Aufklärung“ für den 7. und 8. Jahrgang statt.

Es gibt Themen, über die wird nicht so häufig gesprochen, obwohl Aufklärung doch die beste Art der Prävention ist: Genau aus diesem Grund wurden an der ecolea Schwerin bereits vor einigen Jahren die Kompaktwochen „Sucht und Prävention“ und „Sexualität und Aufklärung“ ins Leben gerufen. Gemeinsam mit externen Partnern haben die verantwortlichen Lehrer auch in diesem Jahr ein spannendes und abwechslungsreiches Programm für die Schülerinnen und Schüler auf die Beine gestellt. 

Wo wurde das erste Bier gebraut? Welcher Schaden entsteht im Körper einer Schwangeren durch Alkoholkonsum? Was ist der Apfelsaft-Paragraph? Und warum werden Menschen drogenabhängig? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigten sich die Mädchen und Jungen der siebenten Klassen während ihrer Kompaktwoche. Antworten fanden sie nicht nur bei ihren Rollenspielen oder durch den Vortrag einer Kinderärztin. Sie besuchten auch eine Schweriner Suchtklinik und bekamen dort Erfahrungsberichte aus erster Hand.

Auf ebenso interessante und abwechslungsreiche Weise wurde in den achten Klassen das Thema „Sexualität und Aufklärung“ beleuchtet. Reden über Sex, vor der ganzen Klasse? Das fällt allen Achtklässlern gleichermaßen schwer, egal ob Mädchen oder Jungen. In geschlechtergetrennten Gruppen durften die Schülerinnen und Schüler deshalb ihre Fragen an den jeweiligen Facharzt richten. Neben den Grundlagen der Anatomie standen hier Körperhygiene, Verhütung, sexuell übertragbare Krankheiten und sexuelle Vielfalt auf dem Programm.

Mehr Bilder von  den Kompaktwochen gibt es in der der Fotogalerie

SR | SCG | 280217

Was sind Kompaktwochen?

Eine Aufgabe von Schule ist es, Kinder und Jugendliche auf die Welt vorzubereiten, wie sie ist, als eine Verknüpfung verschiedener einzelner Aspekte zu einem Ganzen. Die Themen des Unterrichts müssen für die Schüler wieder erkennbar sein und einen Bezug zu ihrer Lebenswirklichkeit herstellen. Dabei ist nicht nur wichtig, WAS vermittelt wird. Auch WIE und WO etwas vermittelt wird, ist für die Lernmotivation und den Lernerfolg entscheidend. Die nachhaltigsten Lerneffekte erzielen wir, wenn möglichst viele Sinne angesprochen werden und beide Hirnhälften in Wechselbeziehung miteinander arbeiten. Solche Lernprozesse erfordern besondere Unterrichtsformen und Lernräume, in denen ganzheitliches Lernen möglich ist.

Mehrmals im Jahr finden aus diesem Grund an der ecolea sogenannte Kompaktwochen statt. Dazu verlassen die Schülerinnen und Schüler eines gesamten Jahrgangs ihre gewohnte Unterrichtsumgebung und arbeiten eine Woche lang gemeinsam fächerübergreifend an einem praktischen Thema. Gelernt und gearbeitet wird dabei in Gruppen an ganz verschiedenen Stationen und Lernorten – entweder in der Schule oder außerhalb. So können die Kinder und Jugendlichen im schulischen Kontext erworbenes Wissen immer wieder praktisch anwenden und erweitern. Das gemeinsame, kooperative Lernen trainiert zugleich die sozialen Fähigkeiten, wie Teamfähigkeit, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Außerdem sind die Kompaktwochen mit ihrer großen Themenvielfalt für unsere Schülerinnen und Schüler eine willkommene und erfahrungsreiche Abwechslung zum Schulalltag.





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