02.10.2017

Saisonende im Schulgarten

Wenn die Schülerinnen und Schüler der ecolea aus den großen Sommerferien in die Schule zurückkehren, gilt ihr Interesse nicht nur Mathematik, Englisch und Physik, sondern auch Zucchini, Kürbis, Salat und Blumen. Im Schulgarten steht die Ernte bevor.

"Traue nicht dem Ort, an dem kein Unkraut wächst" – Schrebergarten-Poesie, die angesichts weitverbreiteter Debatten über pestizidfrei und regional erzeugte Lebensmittel und „nachhaltige Bildung“ an Aktualität gewinnt. Was es heißt, einen Garten ökologisch zu betreiben und die eigene Ernte einzufahren, wissen die Mitglieder der Schulgarten-AG der ecolea Schwerin ganz genau.

Wie es sich für verantwortungsvolle Gärtner gehört, hatten sie auch in diesem Jahr ihr Gemüse liebevoll gepflegt - ohne Pestizide, versteht sich. Nach den Sommerferien waren sie nun ganz gespannt zu erfahren, wie sich Zucchini, Kürbis, Blattsalat, Blumen und Kräuter entwickelt hatten und welche Erträge der Verkauf bringen würde. Offensichtlich hatten sie ihre Sache gut gemacht, denn die Ernte konnte sich sehen lassen. Am 21. September war es dann soweit. Im Foyer der Schule durften die jungen Landwirtschaftsexperten ;) ihre Produkte zum Verkauf feilbieten. Und das Geschäft „brummte“. Kürbisse und Co. formten Beulen in der Aktentasche so manchen Lehrers und bei den engagierten Mädchen und Jungen der fünften und siebenten Klasse klingelte die Kasse.

Doch die Verkaufserträge sind nicht der einzige Gewinn, den die Schüler mit ihrem Schulgarten erzielen. Verständnis und Respekt für das komplexe Ökosystem der Natur werden in der Schulgarten-AG nicht nur theoretisch geschult, sondern auch praktisch vermittelt. Die Schülerinnen und Schüler lernen wie Pflanzen angebaut werden, welchen Einfluss das Wetter, das Klima, die Bodenbedingungen und die Bewässerung auf das Wachstum haben und welche Tiere im Garten heimisch sind.

Sie übernehmen Verantwortung für Pflanzen und Tiere - erste Schritte, um auch später in der Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen. Und sie erfahren Erfolge und Misserfolge. Die körperliche Betätigung an frischer Luft, die konzentrierte und beruhigende Gartenarbeit bilden zudem einen guten Ausgleich zum üblichen Unterricht. Es entsteht eine Naturverbundenheit, die besonders immer mehr Stadtmenschen verlieren zu scheinen.

Auch in diesem Jahr war der Ernteverkauf der Schulgarten-AG der krönende Abschluss der Gartensaison 2017. Mit den Einnahmen wollen die Schülerinnen und Schüler die weitere Gartenarbeit finanzieren. Wir sind gespannt, was die fleißigen Gärtner im nächsten Jahr aus ihrem Mini-Biotop auf die „Ladentheke“ bringen.

Mehr Bilder vom Schulgarten-Verkauf gibt es in der der Fotogalerie

 
FS/SR | SCG | 021017





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