Schüler:innen trainieren interprofessionelle Zusammenarbeit

Eine interprofessionelle Zusammenarbeit im Gesundheits- und Sozialwesen zahlt sich nicht nur für die Patient:innen aus, sondern bringt auch den beteiligten Fachkräften Vorteile. Grundlage für das Funktionieren einer solchen Zusammenarbeit ist eine gute Kommunikation sowie gegenseitige Wertschätzung innerhalb der relevanten Berufsgruppen.

Genau diese Zusammenarbeit haben die Schüleri:nnen der ecolea Schwerin an diesem Mittwoch trainiert. Um miteinander und voneinander zu lernen, führten die Klassen der drei verschiedenen Therapieberufe - Physiotherapie, Ergotherapie und Diätassistenz - sowie die Erzieher:innen aus dem Bereich Sozialwesen einen gemeinsamen Projekttag durch. Dabei hielten zunächst Vertreter:innen der einzelnen Fachbereiche Impulsvorträge zur Vorstellung ihrer Berufe. Anschließend fanden sich die Schüler:innen in interprofessionellen Kleingruppen zusammen, um gemeinsam ein Fallbeispiel zu bearbeiten und sich gegenseitig auszutauschen. Die Schüler:innen diskutierten über Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Anamnese und über verschiedene Therapiemöglichkeiten, die sie im Rahmen ihrer Ausbildungen kennengelernt hatten.

Während der Ergebnispräsentation demonstrierten unsere zukünftigen Fachkräfte am konkreten Beispiel, wie die fach- und berufsübergreifende Zusammenarbeit gelingen und damit eine ganzheitliche und individuelle Versorgung der Patienten gewährleistet werden kann.

Durch den gemeinsamen Unterricht wuchs das Verständnis und die Wertschätzung der Schüler:innen für die benachbarten Aufgaben- und Tätigkeitsfelder. Der unmittelbare Einblick in die anderen Berufsbilder bot auch Gelegenheit, mit Vorurteilen aufzuräumen: Dass Ergotherapeuten nicht nur basteln, Physiotherapeuten nicht nur massieren, Diätassistenten nicht nur kochen und Erzieher nicht nur spielen, ist den beteiligten Schüler:innen spätestens in diesem Unterricht klar geworden.

Doch die jungen Frauen und Männer tauchten nicht nur in die anderen Berufe ein, sondern lernten auch die Grenzen ihres eigenen beruflichen Handelns kennen. Sie erfuhren, dass ein wertschätzender und kooperativer Erfahrungsaustausch zwischen den verschiedenen Berufsgruppen in ihrer beruflichen Zukunft unverzichtbar sein wird, wenn man das Wohl des Patienten in den Mittelpunkt stellen und auch komplexe Gesundheitsprobleme lösen will.

Vorbereitet und moderiert wurde der Projekttag übrigens von den Diätassistent:innen unter der Leitung ihrer Lehrerin Juliane Klemz.

SR | SCG

 


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