Zu Besuch bei „Dr. Tod“ - Das Plastinarium in Guben

Ihre dreitägige Klassenfahrt führte die zukünftigen Notfallsanitäter der Klasse NFS 18/09-02 nach Guben. Dort besuchten sie Gunter von Hagens umstrittene Ausstellung im PLASTINARIUM und nahmen an einem Palpationsworkshop teil. Von den beindruckenden Erlebnissen berichten Schülerinnen und Schüler selbst:

„Skurril, erschreckend, atemberaubend, fantastisch... So und nicht anders kann und muss man das PLASTINARIUM des Mediziners, Anatoms und Unternehmers Gunther von Hagens beschreiben. Von Hagens patentierte ein Verfahren, indem die Zellflüssigkeit in den Körpern von Verstorbenen durch Kunststoffe ersetzt wird. Die Körper werden anschließend plastiziert und künstlerisch in verschiedenen Situationen in Szene gesetzt. Das PLASTINARIUM in Guben zeigt solche dauerhaften Präparate und eröffnet seinen Besuchern einzigartige Einblicke in den menschlichen Körper sowie in die Kunst der anatomischen Präparation und Konservierung.

Unser Besuch des Gubener PLASTINARIUMS und die Teilnahme an einem Palpationsworkshop waren überaus interessant und lehrreich. Es ist einfach faszinierend so unmittelbar zu erfahren, wie unser Körper aufgebaut ist und wie die Organe miteinander harmonieren. Wir hatten die Möglichkeit, die Anatomie des menschlichen Körpers anhand faszinierender Lehrpräparate auf einer ganz anderen Ebene zu betrachten. Damit wurde das Thema buchstäblich „greifbar und begreifbar“. Die Instruktoren richteten den gesamten Workshop nach unseren Wünschen aus und unterstützten uns während des Kurses mit sehr fachkompetenten Hinweisen, die uns eine genaue Orientierung am Körper ermöglichten. Theoretisches Wissen konnte auf diese Weise in die Praxis umgesetzt werden.

Auch wenn Gunther von Hagens mit seinen Ganzkörper-Plastinaten und weiteren anatomischen Präparaten für viele Menschen ethische Grenzen überschreitet, so war es für uns doch sehr eindrucksvoll und lehrreich, einen Einblick in die Arbeitswelt der Präparatoren zu erlangen und die faszinierende Reise in die Welt der Anatomie erleben zu können.

Auch abseits der Ausstellung und des Workshops war es schön zu sehen, wie wir alle gemeinsam an einem Strang gezogen haben. So konnten wir den ersten Abend ganz in Ruhe genießen. Die Aufgabenteilung für das Abendessen und das gemeinsame Frühstück funktionierte reibungslos und machte den besonderen Zusammenhalt der Gruppe deutlich. Auch die Organisation des gesamten Ausflugs klappte ausgezeichnet. Um es mit den Worten eines Schülers auszudrücken, für den die Klassenfahrt nach Guben leider gleichzeitig eine Abschiedsreise war: „Ihr seid aber auch ein paar Cuties, die mir den schönsten Abschluss überhaupt bescheren konnten!“ Während der drei gemeinsamen Tage wurde uns so richtig bewusst, wie sehr wir in den letzten anderthalb Jahren zusammengewachsen sind. Wir waren uns einig, dass wir auch unseren Enkelkindern noch von diesem Gemeinschaftsausflug und den grandiosen Erlebnissen berichten werden."

Eure NFS 18/09-02


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