Studienfahrt nach Polen: Geschichte verstehen, Gegenwart entdecken

Warschau, Auschwitz und Krakau: In der letzten Schulwoche ging die 11. Klasse der ecolea Güstrow auf eine eindrucksvolle Reise durch Geschichte, Erinnerungskultur und modernes polnisches Leben.

In der letzten Schulwoche, vom 6. bis 10. Juli 2026,  begaben sich die Schüler:innen der Klassenstufe 11 auf eine fünftägige Studienfahrt nach Polen. Gemeinsam mit Frau Hartmann und Herrn Rhinow erkundeten die Schüler:innen Warschau und Krakau und besuchten mit Auschwitz I und Auschwitz-Birkenau zwei zentrale Orte der europäischen Erinnerungskultur.

Warschau zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Bei einer Stadtführung durch die polnische Hauptstadt beschäftigten sich die Schüler:innen unter anderem mit der Geschichte des Warschauer Ghettos und dem berühmten Kniefall von Bundeskanzler Willy Brandt im Jahr 1970. Beide Stationen machten deutlich, wie eng die deutsch-polnische Geschichte mit Fragen von Verantwortung, Versöhnung und Erinnerung verbunden ist.

Dass Warschau zugleich eine moderne und lebendige Metropole ist, zeigte der Besuch im Kopernikus-Wissenschaftszentrum. Dort konnten naturwissenschaftliche und technische Phänomene nicht nur betrachtet, sondern unmittelbar ausprobiert werden.

Erinnern, verstehen und Verantwortung übernehmen

Zu den bewegendsten Programmpunkten gehörten die Besuche des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz I und des Vernichtungslagers Auschwitz II-Birkenau. Die Auseinandersetzung mit den nationalsozialistischen Verbrechen vor Ort verlangte den Schüler:innen viel Aufmerksamkeit und Sensibilität ab.

Dabei ging es nicht allein um historisches Wissen. Der Besuch stellte auch grundlegende Fragen: Wie bewahren wir Erinnerung? Welche Verantwortung erwächst aus der Geschichte? Und was können wir heute gegen Ausgrenzung, Menschenfeindlichkeit und das Vergessen tun?

Die Schüler:innen begegneten diesem besonderen Ort mit großer Ernsthaftigkeit und respektvollem Verhalten.

Krakau: Geschichte auf Schritt und Tritt

In Krakau führte die Reise durch die historische Altstadt, zur Burg und in das jüdische Viertel Kazimierz. Bei einem Rundgang auf den Spuren des Films „Schindlers Liste“ wurden weitere Kapitel der deutsch-polnischen und jüdischen Geschichte sichtbar.

Neben den anspruchsvollen historischen Themen blieb jedoch auch Zeit, das heutige Polen kennenzulernen. Das Flippermuseum bot eine ungewöhnliche Abwechslung, und auch kulinarisch wurde ausgiebig geforscht. Pierogi gehörten dabei selbstverständlich zum Pflichtprogramm, ergänzt durch Würstchen und, ganz international, Pizza.

Neue Eindrücke und eine stärkere Gemeinschaft

Die Studienfahrt eröffnete vielfältige Einblicke in die deutsch-polnische Geschichte, stellte verbreitete Stereotype infrage und zeigte Polen als modernes, buntes und gastfreundliches Land. Zugleich stärkte die gemeinsame Reise den Zusammenhalt der Klasse.

Besonders erfreulich war das vorbildliche Verhalten der Schüler:innen. Sie hielten Vereinbarungen zuverlässig ein, begegneten den historischen Orten mit der gebotenen Haltung und folgten den Stadtführungen aufmerksam – selbst dann, wenn der polnische Sommer zeitweise eher mit Regenschauern als mit Sonnenschein aufwartete.

So wurde die Reise zu einer intensiven Lernwoche außerhalb des Klassenzimmers: historisch anspruchsvoll, kulturell abwechslungsreich und reich an Eindrücken, die noch lange nachwirken werden.

Mehr Fotos von der Studienfahrt nach Polen gibt es in der Fotogalerie.

SR | SCG


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