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Warum frieren Pinguine mit ihren Füßen nicht am Eis fest?

Pinguine leben vor allem auf der Südhalbkugel der Erde. Dort verbringen sie mit ihren Jungen Monate an felsigen Küsten, Lavafeldern, subtropischen Sandstränden oder Grasland. Sogar auf dem Eis der Antarktis harren sie aus: Aber warum frieren die Vögel mit ihren Füßen auf dem Eis eigentlich nicht fest?

Obwohl Pinguine eine Körpertemperatur von 39 °C haben, schaffen sie es, das Eis unter ihren Füßen nicht zum Schmelzen zu bringen. Grund dafür ist ihr besonders raffiniertes Wärmeregulationssystem in Füßen und Beinen: Mit Hilfe eines speziellen Muskels können Pinguine ihre Arterien zusammenziehen. So fließt weniger Blut vom warmen Rumpf in die Füße. Im Gegenzug fließt das Blut aus den Füßen zurück in den Körper und erwärmt sich wieder. Die Füße werden mit so wenig Blut versorgt, dass ihre Temperatur auf wenige Grad über Null absinkt. Die Pinguine frieren also nicht fest, weil ihre Füße fast dieselbe Temperatur haben wie das Eis, auf dem sie stehen. Das Eis kann nicht anschmelzen und an den Füßen gefrieren.

Um den Kontakt mit dem Eis so gering wie möglich zu halten und Energie zu sparen, berühren brütende Pinguine zudem das Eis nur mit den Fersen. Auf diese Weise können Pinguine ihren Wärmeverlust minimieren.

Der größte Pinguin und gleichzeitig der größte Tauchvogel der Welt ist übrigens der Kaiserpinguin. Erwachsene Tiere wiegen ca. 30 kg und können sich mit ausgestrecktem Hals auf die Größe von etwa 130 cm recken - gewöhnlich stehen sie aber mit eingezogenem Kopf da und sind dann 80 cm groß. Der Kaiserpinguin ist außerdem der einzige Vogel, der während des extrem lebensfeindlichen Winters des antarktischen Kontinents Eier legt und seine Jungen aufzieht.

Kaiserpinguin (deutsch)
Aptenodytes forsteri (lateinisch)
Emperor Penguin (englisch)

SR | SCG
 


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