BuchTipp Juli: „Der Tunnelbauer“

Eine wahre Geschichte, erzählt wie ein Politkrimi: „Der Tunnelbauer“ führt mitten hinein in ein Berlin, in dem Freiheit plötzlich lebensgefährlich wird.

Maja Nielsen (Autorin)

Berlin, 1961: Achim hat gerade sein Abitur geschafft, die Zukunft scheint offen, ein Studienplatz wartet, und dann verändert sich über Nacht alles. Mit dem Bau der Mauer wird aus einer Stadt ein geteilter Ort. Familien, Freundschaften und Lebenspläne werden auseinandergerissen. Misstrauen, Überwachung und Angst bestimmen den Alltag.

Achim gelingt die Flucht aus Ostberlin. Doch im Westen beginnt für ihn nicht einfach ein neues Leben. Zu viele Menschen, die ihm wichtig sind, bleiben zurück – darunter auch Chris, das Mädchen, das er heimlich liebt. Also fasst Achim einen gefährlichen Entschluss: Er will helfen. Gemeinsam mit anderen gräbt er Tunnel von West- nach Ostberlin, um Menschen die Flucht aus der DDR zu ermöglichen.

Maja Nielsen erzählt diese wahre Geschichte mit großer Spannung und viel Gespür für die Figuren. „Der Tunnelbauer“ liest sich wie ein Krimi und ist zugleich ein eindrucksvoller Roman über Mut, Freundschaft, Verantwortung und die Frage, was Freiheit wirklich bedeutet. Man spürt die Enge unter der Erde, die Angst vor Entdeckung, aber auch die Hoffnung, dass sich etwas bewegen lässt, wenn Menschen nicht wegsehen.

Ein packendes, mehrfach ausgezeichnetes Buch ab 13 Jahren, das Geschichte lebendig macht und zeigt: Demokratie und Freiheit sind keine Selbstverständlichkeiten.

Preis: 15,00 EUR
ISBN: 978-3-8369-6230-8
Verlag: Gerstenberg (6. Auflage | 29.01.2024)
Ausführung: Taschenbuch | 192 Seiten 
Sprache: Deutsch
Empfohlenes Alter: ab 13 Jahren

 


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