Der DAS-Grundkurs (Darstellendes Spiel) des 11. Jahrgangs hat am 14. und 15. Januar jeweils um 19 Uhr das Stück „Der Gehängte, der Neue und zu viele Lügen“ aufgeführt und damit eindrucksvoll bewiesen, wie nah Theater am echten Leben sein kann.
Besonders war in diesem Jahr nicht nur die Inszenierung, sondern auch der Ort: Gespielt wurde auf einer neuen Bühne im Freigeistreich (Fischerweg 103). Möglich wurde das durch die wertvolle Zusammenarbeit mit dem Theater- und Kulturkollektiv e.V. FREIGEISTER, das seine Bühne für unsere Schüler:innen öffnete. Für den Kurs bedeutete das: ein neuer Raum, neue Atmosphäre – und ein Publikum, das sich auf ein Stück eingelassen hat, das bewusst nicht „leicht konsumierbar“ ist.
Die Aufführung basiert auf einer stark überarbeiteten Version der Vorlage „Eins auf die Fresse“ von Rainer Hachfeld. Im Zentrum steht der Tod von Mathias Erbach – Selbstmord. Die Mitschüler:innen sind zunächst schockiert, doch der Alltag geht weiter. Und dann beginnt die Suche: nach einer schuldigen Person, nach Erklärungen, nach einem „Warum“. Gleichzeitig taucht ein Neuer auf, der eine Lücke füllen könnte. Oder der vielleicht dazu dienen soll, alles schnell wieder zu vergessen.
Mit harten Schnitten und kantiger Sprache schlägt das Stück eine Schneise in ein Dickicht aus diffusen Zukunftsängsten, familiärer Kälte, Sehnsucht nach Nähe und Gewalt als Kommunikationsmittel. Das Ensemble hat diese Themen mit großer Präsenz, Ernsthaftigkeit und Mut auf die Bühne gebracht und dem Publikum einen Abend geschenkt, der nachwirkt.
Ein großes Dankeschön gilt allen Beteiligten auf, vor und hinter der Bühne sowie unseren Kooperationspartnern vom Theater- und Kulturkollektiv e.V. FREIGEISTER für die Gastfreundschaft und Unterstützung.
Hinweis: Wenn euch Themen rund um psychische Belastung oder Suizidgedanken beschäftigen, holt euch Unterstützung. Hilfe gibt es z. B. bei der TelefonSeelsorge unter 116 123 (kostenfrei, rund um die Uhr).
SR | SCG
























