Kleine Helfer ganz groß - Erste-Hilfe-Tag mit dem DRK

Wie setzt man einen Notruf ab? Was gehört in einen Verbandskasten? Und wie bringt man sogar eine erwachsene Person in die stabile Seitenlage? Am 8. Juli drehte sich in unserer Grundschule einen Vormittag lang alles um Erste Hilfe – anschaulich, altersgerecht und mit viel Gelegenheit zum Ausprobieren.

Gemeinsam mit Trainerinnen und Trainern des DRK lernten unsere Schülerinnen und Schüler, wie sie in einer Notsituation richtig reagieren und anderen Menschen helfen können. Dabei wurde nicht nur aufmerksam zugeschaut und zugehört: An verschiedenen Kreativ- und Praxisstationen durften die Kinder selbst aktiv werden, Verbände anlegen, Notrufe üben und Rettungssituationen nachspielen.

Kuscheltierklinik und Rauch-Kriech-Strecke

Für die Klassen 1 und 2 öffnete unter anderem die „Kuscheltierklinik“. Teddys, Hasen und andere plüschige Patientinnen und Patienten wurden fachgerecht mit Pflastern und Verbänden versorgt, natürlich begleitet von einer Extraportion Trost.

Bei der Rauch-Kriech-Strecke erfuhren die Kinder, warum sie sich in einem verrauchten Raum möglichst nah am Boden bewegen sollten. Unter mit Decken abgehängten Tischen übten sie, sicher aus dem Klassenzimmer zu gelangen.

Damit auch die wichtigste Telefonnummer im Gedächtnis bleibt, wurde sie rhythmisch eingeprägt: „Eins, eins, zwei – Hilfe kommt herbei!“ Anschließend konnten die Schülerinnen und Schüler an einem Übungstelefon einen Probe-Notruf absetzen und die fünf wichtigen W-Fragen anwenden: Wo ist es passiert? Wer ruft an? Was ist passiert? Wie viele Menschen sind betroffen? Und: Warten auf Rückfragen.

Echte Sanitäter-Techniken für die Klassen 3 und 4

Die älteren Grundschüler wagten sich bereits an anspruchsvollere Erste-Hilfe-Maßnahmen. Bei der „Helden-Rolle“ übten sie paarweise die stabile Seitenlage. Schnell zeigte sich: Mit der richtigen Technik braucht es dafür weniger Kraft, als man zunächst vermuten könnte. So gelang es sogar zierlichen Schülern, eine Lehrkraft oder einen DRK-Trainer sicher auf die Seite zu drehen.

Auch der Umgang mit stärkeren Blutungen stand auf dem Programm. Beim „Blut-Stopp“ lernten die Kinder, wie ein Druckverband angelegt wird und welche Aufgabe ein Druckkörper dabei übernimmt. Kopfverbände, Armschlingen und Dreiecktücher sorgten anschließend für echtes Sanitäter-Feeling und gelegentlich auch für einen recht überzeugenden Mumien-Look.

Altersgerechte Lehrfilme, Bastelangebote und der „Erste-Hilfe-Rucksack“ ergänzten das Programm. Dabei mussten die Kinder entscheiden, welche Gegenstände tatsächlich in einen Verbandskasten gehören. Schokolade mag zwar manchmal trösten – als Verbandsmaterial wurde sie dennoch aussortiert.

Eine Kooperation, die weitergeht

Der Erste-Hilfe-Tag verband wichtige Lerninhalte mit Bewegung, Teamarbeit und viel Freude. Vor allem vermittelte er den Kindern eine zentrale Botschaft: Helfen kann jede und jeder – auch schon im Grundschulalter.

Aus dem gelungenen Vormittag entsteht nun eine längerfristige Kooperation mit dem DRK. Im kommenden Schuljahr werden an unserer Grundschule Schülerinnen und Schüler zu Schulsanitätern ausgebildet. Damit wird aus dem ersten Kennenlernen der Ersten Hilfe ein nachhaltiges Projekt, das Verantwortungsbewusstsein, Sicherheit und gegenseitige Unterstützung im Schulalltag stärkt.

Wir danken dem Team des DRK für diesen lehrreichen, abwechslungsreichen und rundum gelungenen Vormittag!

Mehr Fotos von dem Erste-Hilfe-Projekt gibt es in der Fotogalerie.

SR | SCG


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