Neal und Jarrod Shustermann (Autor:innen)
Pauline Kurbasik, Kristian Lutze (Übersetzer:innen)
Was wäre, wenn Drogen nicht nur „da“ wären, sondern plötzlich als Personen vor dir stünden? Wenn sie reden, locken, schmeicheln, drängen würden? In „Roxy“ begegnet Isaac einem Mädchen, das ihn sofort in den Bann zieht: alles wird leichter, heller, mutiger. Doch Roxy ist kein normales Mädchen – sie ist eine Droge. Und sie will nicht nur gefallen. Sie will besitzen.
Parallel erleben wir Isaacs Schwester Ivy, die ebenfalls in gefährliche Nähe zu „Helfern“ gerät, die in Wahrheit Kontrolle übernehmen. So wird aus einem vermeintlichen Kick ein Strudel, der Beziehungen, Selbstbild und Alltag verändert – ohne Zeigefinger, aber mit einer Bildkraft, die hängen bleibt. Das Autorenduo erzählt temporeich, szenisch und extrem zugänglich: Man fliegt durch die Kapitel, weil man wissen will, wie Entscheidungen entstehen und wie schwer der Weg zurück sein kann.
Besonders stark ist die Idee, verschiedene Substanzen als Figuren mit eigenem „Charakter“ auftreten zu lassen: Das macht verführerische Mechanismen sichtbar, über die man danach automatisch spricht – im Freundeskreis, in der Klasse, zu Hause. Kein Wunder, dass „Roxy“ für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2023 nominiert war.
Ein Buch für alle ab 14, die Spannung lieben und Geschichten, die lange nachwirken, weil sie mitten ins echte Leben treffen.
Preis: 12,90 EUR
ISBN: 978-3-7335-0728-2
Verlag: Fischer Sauerländer Taschenbuch (06.12.2023)
Ausführung: Taschenbuch | 448 Seiten
Sprache: Deutsch
Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
























