Eine Woche, die verbindet: ecolea | outdoor camp 2026

Raus aus dem Schulalltag, rein ins gemeinsame Abenteuer: Im outdoor camp lernen unsere neuen Fünftklässler sich selbst und einander besser kennen.

Kein Smartphone, kein eigenes Zimmer und manches Mal auch kein gewohnter Komfort: Kurz nach Beginn des neuen Schuljahres tauschten die Fünftklässler:innen der ecolea Schwerin das Klassenzimmer gegen Zelte, Wald und See. Im ecolea | outdoor camp in Großzerlang verbrachten sie eine Woche, in der es vor allem um drei Dinge ging: Mut, Helfen und Dankbarkeit.

Schon der erste Tag machte deutlich, worauf es im Camp ankommt. Nach der Ankunft mussten die Zelte aufgebaut werden, und das funktioniert bekanntlich besser, wenn einige die Stangen halten, andere die Heringe einschlagen und am Ende auch jemand weiß, welches Seil wohin gehört. Kennenlernen und Zusammenarbeit ergaben sich so fast von selbst.

Am Abend stand für die Klasse 5a die erste Nachtwanderung auf dem Programm. Auch dabei ging es um mehr als den Weg durch einen dunklen Wald. Die Kinder erlebten, dass Mut ganz unterschiedliche Formen annehmen kann: eine Unsicherheit überwinden, etwas Neues ausprobieren, andere um Hilfe bitten oder sich zum ersten Mal für mehrere Tage ohne die Familie zurechtfinden.

Lernen, was draußen möglich ist

In den folgenden Tagen konnten die Schüler:innen aus acht unterschiedlichen Workshops wählen. Beim Pfadfinder-Workshop mit Olaf Klotsch standen Feuermachen und Orientierung im Gelände auf dem Programm, der Outdoor-Utility-Workshop vermittelte praktische Fähigkeiten für das Leben draußen. Kreativ wurde es bei „Bee Creative“ sowie in der „Kunst outdoor Werkstatt“, sportlich bei „Wild and Free„. Hinzu kamen eine musikalische Naturreise mit Björn Lewin und das Angebot „Bissfest Angeln“.

Wie wichtig es sein kann, Verantwortung für andere zu übernehmen, zeigte der Erste-Hilfe-Workshop der DLRG. Hier übten die Fünftklässler:innen unter anderem Herzdruckmassage und stabile Seitenlage und lernten grundlegende Rettungstechniken kennen.

Doch der pädagogische Wert des Camps zeigt sich nicht nur im Programm. Gerade der Alltag abseits gewohnter Routinen schafft zahlreiche Situationen, in denen Selbstständigkeit, Kommunikation und Verantwortungsbewusstsein gefragt sind. Gemeinsam essen und abwaschen, Aufgaben verteilen, Kanu fahren, Konflikte lösen oder einfach Zeit miteinander verbringen: Die Kinder lernen ihre neuen Mitschüler:innen in Situationen kennen, die ein normaler Schultag kaum bieten kann.

Begleitet wurde die Woche von thematischen Morgenkreisen. Mut, gegenseitige Hilfe und Dankbarkeit bildeten dabei den roten Faden. Am Donnerstag richteten die Schüler:innen den Blick bewusst auf Dinge, die im Alltag schnell selbstverständlich erscheinen – gutes Wetter, warme Mahlzeiten, die Natur und vor allem die Menschen, mit denen sie diese Woche teilten.

Vom Fünftklässler zum Vorbild

Eine besondere Rolle übernahmen auch in diesem Jahr die Teamer aus der zwölften Klasse. Sie begleiteten die Jüngeren durch das Camp, unterstützten bei Aktivitäten und übernahmen Verantwortung. Und ausgerechnet dieser Jahrgang kennt die andere Seite besonders gut: Vor sieben Jahren gehörten die heutigen Zwölftklässler:innen selbst zu den ersten Fünftklässler:innen, die am damals erstmals selbst ausgerichteten ecolea | outdoor camp teilnahmen. Heute geben sie ihre Erfahrungen an die nächste Generation weiter.

Zum Abschluss hieß es schließlich „Feier under the Stars“: mit Feuer, Stockbrot, Musik und Tanz. Nach Tagen voller neuer Aufgaben und gemeinsamer Erlebnisse war der Abend vor allem Gelegenheit, die Woche miteinander ausklingen zu lassen.

Am Ende ging es zurück nach Schwerin – mit neuen Freundschaften, mehr Selbstvertrauen und vielen gemeinsamen Erinnerungen. Genau darin liegt die Idee des ecolea | outdoor camps: Die neuen Fünftklässler:innen sollen früh erleben, dass Schule mehr sein kann als Unterricht. Sie lernen, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen, Herausforderungen gemeinsam zu lösen und ihren Platz in der neuen Schulgemeinschaft zu finden.

Ein herzliches Dankeschön gilt den Teamern sowie den Camp-Mitarbeiter:innen Christoph Rogasch, Mirco Frähmke, Kathrin Auer und Björn Lewin. Ebenso danken wir den begleitenden Klassenlehrer:innen Frau Daborer und Herrn Goldenberg, Herrn Schade und Frau Schumann sowie Frau Reichetanz und Frau Seifert, die die Kinder durch diese besondere Woche begleitet haben.

Mehr Bilder vom ecolea | outdoor camp 2026 gibt es in der Fotogalerie.

SR | SCG


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