Individualisiertes Lernen

Schülerinnen und Schüler verfügen über unterschiedliche Lernvoraussetzungen. Sie entwickeln sich nicht gleich schnell und lernen auf ganz verschiedene Art und Weise. Um allen gleichermaßen gerecht zu werden, sind gut ausgebildete Lehrer ebenso unerlässlich wie eine neue Unterrichtskultur und vor allem Zeit. Als Ganztagsschule haben wir die Möglichkeit, den Unterrichtstag individuell zu gestalten. Innerhalb eines rhythmisierten Zeitrasters gelingt es uns, Begabungen gezielt zu fördern und Defizite auszugleichen.

Wenn aus Schwächen Stärken und aus Begabungen Erfolge werden

Lernschwierigkeiten in einem Fach sind nichts, wofür ein Schüler sich schämen müsste. Sie sind auch nicht Ausdruck seiner intellektuellen Fähigkeiten. Nicht jedem fällt das Erlernen einer fremden Sprache von Beginn an leicht. Und im „Mathe-Dschungel“ durchzublicken – das bereitet so manchem Schüler Kopfzerbrechen. Ebenso gibt es Schülerinnen und Schüler, bei denen nur bestimmte Themen im Fachunterricht für Fragezeichen sorgen. Damit sie im Unterricht nicht den Anschluss verlieren, können sie das Förderangebot der ecolea in verschiedenen Fächern nutzen.

In sogenannten Lernwerkstätten, die zweimal wöchentlich stattfinden, haben die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, ihr Wissen zu festigen und Lücken zu schließen. In kleinen Gruppen können sie sich gemeinsam mit Fachlehrern speziellen Unterrichtsinhalten widmen und diese ausführlich und individuell besprechen. Schüler mit einer Lese-Rechtschreib-Schwäche werden ebenfalls zusätzlich zum Regelunterricht gefördert. In Kleingruppen erhalten sie ein gezieltes Lese-Rechtschreib-Training, bei dem sie ihre Kenntnisse der deutschen Rechtschreibung und Grammatik vertiefen und Arbeitstechniken erlernen, die ihnen dabei helfen, in allen Fächern ihr Leistungspotenzial auszuschöpfen. Dazu wird zunächst für jeden einzelnen Schüler ein Förderplan erarbeitet und ein individuelles Lernziel formuliert, das regelmäßig an den Leistungstand des Schülers angepasst wird. Das Erkennen und Reflektieren ihres persönlichen Lernfortschritts hilft den Kindern und Jugendlichen, Vertrauen in ihre eigenen Stärken zu gewinnen und Verantwortung für ihren Lernprozess zu übernehmen. Schließlich werden Kinder und Jugendliche durch nichts so sehr angespornt wie durch Erfolge.

»Moderne Unterrichtskonzepte stellen den Schüler in den Mittelpunkt, nicht Unterrichtsfächer. Das rhythmisierte Zeitraster unserer Schule ermöglicht es uns, das Lernen in Abhängigkeit vom Leistungsvermögen, der Lerngeschwindigkeit und dem Lernstil unserer Schülerinnen und Schüler individuell zu organisieren. Neue Lernformen wie kooperatives und soziales Lernen, aber auch individuelle Lernzeiten lassen sich leichter in den Schulalltag integrieren.«

Dr. Sven T. Olsen, Schulgründer

Doch individuelle Förderung bedeutet nicht nur die Unterstützung leistungsschwacher Schülerinnen und Schüler. Auch Kinder und Jugendliche, die über spezielle Begabungen oder Talente verfügen, brauchen vielfältige Anregungen und Lernmöglichkeiten, damit sich aus ihren besonderen Fähigkeiten herausragende Leistungen entwickeln können.

Mit den „electives“ (Wahlfächer) haben unsere Schülerinnen und Schüler bereits ab Klasse 5 die Möglichkeit, ihren Neigungen und Interessen entsprechend unterschiedliche Schwerpunkte zu wählen. Im Mittelpunkt des fächerübergreifenden und handlungsorientierten Unterrichts stehen fremdsprachliche, naturwissenschaftliche, sozialwissenschaftliche, sportwissenschaftliche oder musisch-künstlerische Themenkomplexe. Die Schülerinnen und Schüler werden angeregt, selbstständig für sie relevante Fragestellungen zu entwickeln und mithilfe verschiedener Methoden nach Antworten zu suchen. Das fördert das eigenverantwortliche Lernen und trainiert die Kreativität und das vernetzte Denken.

Die „electives“ helfen den Heranwachsenden, frühzeitig ihre individuellen Begabungen und Talente zu erkennen und zu entwickeln. Sie sammeln erste praktische Erfahrungen, die auch außerhalb der Schule nützlich sein können und die spätere Studien- und Berufswahl erleichtern. Bei den ecoleanern stehen die "electives" hoch im Kurs und das nicht nur deshalb, weil es in diesen Fächern keine Noten gibt. Die Schülerinnen und Schüler schätzen die Möglichkeit, ihren Lehrplan aktiv mitgestalten zu können. In jedem Schulhalbjahr dürfen sie ihre „electives“ neu wählen. Die Chance, den eigenen Interessen nachgehen zu können und die Verantwortung für den Lernprozess zu übernehmen, erhöht die Motivation und erhält die Freude am Lernen.

Ready to Take the Challenge

Wettbewerbe fordern die persönliche Leistungsbereitschaft von Schülerinnen und Schüler in besonderer Weise heraus. Denn sie schaffen für Kinder und Jugendliche eine lebensnahe Situation, in der Experten - in der Regel die Jury - und die Öffentlichkeit anstelle der Mitschüler und Lehrer von den eigenen Leistungen überzeugt werden müssen. Auf diese Weise lernen die Kinder und Jugendlichen, sich bewusst mit den eigen Stärken und Schwächen auseinanderzusetzen, Grenzen auszuloten und auch mit Niederlagen umzugehen.

Ob „Vorlesewettbewerb", „Matheolympiade" oder „Internationale Chemieolympiade", ob Fremdsprachenwettbewerbe wie „Big Challenge" oder „Go4Goal", ob „Meisterschaften im Drachenboot" oder „Jugend trainiert für Olympia", ob „Informatikbiber" oder „Diercke Geografiewettbewerb" - unsere Schülerinnen und Schüler haben zahlreiche Möglichkeiten, ihr Können zu zeigen und sich mit anderen zu messen, und zwar in der Schule ebenso wie außerhalb.

Schülerinnen und Schüler mit Forscher- und Erfindergeist finden bei Deutschlands größtem Nachwuchswettbewerb „Jugend forscht" besondere Herausforderungen, ob bei der Lösung ganz alltäglicher Probleme oder bei der Suche nach Antworten auf Fragen der Wissenschaft.

Die Kooperation mit der Universität Rostock ermöglicht leistungsstarken Oberstufenschülern die Teilnahme am „Juniostudium" der Universität. Parallel zur Schule können die Jugendlichen, sich auf ein Studium vorbereiten, erste Erfahrungen im realen Universitätsbetrieb sammeln oder einfach ihr Wunschstudienfach näher kennenlernen.