Lena Kraft gewinnt Landesfinale von „Jugend debattiert“

Genau zuhören, aufeinander eingehen, gut abwägen – beim Landesfinale von „Jugend debattiert“ hat Lena Kraft in allen Wertungskriterien ordentlich gepunktet. Am Ende konnte sie die Jury überzeugen und sich durchsetzen. Gemeinsam mit einer weiteren Finalistin in ihrer Altersklasse darf sie nun am Bundesfinale teilnehmen.

Bereits im Februar hatten wir darüber berichtet, dass unsere Schülerin Lena Kraft den regionalen Vorentscheid im Wettbewerb „Jugend debattiert“ gewonnen und sich damit für das Landesfinale qualifiziert hatte.

Am Dienstag, den 18. April 2023, war es nun soweit: Im Plenarsaal des Landtages Mecklenburg-Vorpommern fand das Landesfinale von „Jugend debattiert“ 2023 statt. Vor mehr als 80 Schüler:innen aus verschiedenen Teilen Mecklenburg-Vorpommerns debattierten die Landesfinalist:innen in der Altersstufe I (Klassenstufe 8 – 10). Unter ihnen Lena Kraft von der ecolea Schwerin.

In den Vorrundendebatten standen zwei Themen auf der Agenda: „Sollen in der Sekundarstufe I die Klassengrößen erhöht werden?“ und „Sollen Produktion und Verkauf von Lebensmitteln auf Insektenbasis staatlich gefördert werden?“ In der Finaldebatte im Plenarsaal wurde zu der Frage debattiert: „Sollen ARD und ZDF auf den Erwerb von Fußball-Übertragungsrechten verzichten?“ 

Lena musste sich auf alle drei Themen sowohl in der Pro- als auch in der Contra-Position vorbereiten, denn nur wer beide Seiten betrachtet, weiß, welche Argumente die Gegenseite bringen kann und wo die inhaltlichen Stärken und Schwächen beider Seiten liegen.

Jede Debatte gliedert sich in drei Teile: In der Eröffnungsrunde beantwortet jeder Teilnehmer die Streitfrage aus seiner Sicht. Er darf ohne Unterbrechung zwei Minuten sprechen. Die Freie Aussprache dauert insgesamt zwölf Minuten. Die vorgebrachten Argumente werden im Wechsel von pro und contra ergänzt, präzisiert, sortiert und abgewogen. In der Schlussrunde hat jeder Teilnehmer die Möglichkeit, die Streitfrage ein zweites Mal zu beantworten: Diesmal unter Berücksichtigung der bis dahin geführten Aussprache. Hier ist die Redezeit jedes Teilnehmers auf eine Minute begrenzt. Debattiert wird bei Jugend debattiert jeweils zu viert: Zwei Personen beantworten die Streitfrage mit „Ja“ und sprechen sich für die gefragte Maßnahme aus („pro“), zwei antworten mit „Nein“, sprechen sich also gegen die Maßnahme aus („contra“).

Lena hat am 18. April dreimal debattiert. Dabei durfte sie keine vorbereiteten Unterlagen verwenden. Denn eine Debatte lebt von Spontaneität und der wechselseitigen Bezugnahme ihrer Teilnehmer:innen. Während der Debatte durfte und sollte man sich jedoch Notizen machen. Dafür hat der Veranstalter Papier und Stifte bereitgehalten. Notizen, die im Vorbereitungsraum gemacht wurden, mussten allerdings dort zurückgelassen werden.

Die Kriterien der Wertung sind Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft. Nicht bewertet wird, welche Position („pro“ oder „contra“) die Redner:innen in der Debatte eingenommen haben.

Redegewandt, mit großer Sachkenntnis und überzeugenden Argumenten debattierte sich Lena durch das Finale und konnte in allen Wertungskriterien ordentlich punkten. Am Ende konnte Lena ebenso wie Sarah von der Osten-Sacken vom Rostocker CJD für die Altersstufe I die Jury überzeugen und sich durchsetzen. Damit sind die beiden Schülerinnen in ihrer Altersklasse nun für das große Bundesfinale von „Jugend debattiert“ qualifiziert.

Wir gratulieren Lena zu diesem fantastischen Erfolg und drücken ihr für das Bundesfinale ganz fest die Daumen!!!

SR | SCG

 


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